aktualisiert am 27.09.2018


Landesjugenplan Rheinland-Pfalz 2007/08
von Erwin Germscheid, Lothar Reuter und Reiner Wanielik

Geschlechtsbewusste Jungenarbeit – eine Säule gendersensibler Pädagogik 

 

1. Einleitung

 

Beschreibungen und Zuschreibungen von Verhalten und Lebenslagen von Jungen haben sich in der letzten Zeit verändert. Die Medien haben Jungen und männliche Jugendliche als Verlierer schlechthin entdeckt: „Jungen als Opfer“, „Böse Buben – kranke Knaben“, so lauten auch Titel ernstzunehmender Magazine. Das „starke Geschlecht“ scheint – nach Pisa- und 15. Shellstudie – endgültig daniederzuliegen.

 

Auch wenn die Daten dieser Studien in der Tat Anlass zur Sorge geben und Grund genug sind, die Jungen in ihrer Situation – auch im Rahmen dieses Landesjugendplans – differenzierter wahr zu nehmen, hat uns der veränderte Blick der Medien auch erstaunt. Vor 10 oder 15 Jahren gab es dieses zugewandte Interesse an Jungen und männlichen Jugendlichen nicht, obwohl Jugendforscher/innen und Jungenarbeiter schon damals aufgezeigt hatten, dass Jungen nicht nur Profiteure des Geschlechterverhältnisses sind. Was Jungen das Leben schwer macht, haben schon Rainer Neutzling und Dieter Schnack in ihrem Bestseller „Kleine Helden in Not“ 1989 beschrieben. Vor diesem Hintergrund engagiert sich das Paritätische Bildungswerk schon seit Mitte der 90er Jahre in diesem Bereich – seit 2001 gezielt durch die Fachstelle Jungenarbeit Rheinland-Pfalz / Saarland. Gefördert und unterstützt werden die Fortbildungs- und Beratungsangebote zur geschlechtsbewussten Jungenarbeit durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland.

Wir begrüßen es und werten es auch als Erfolg unserer Arbeit, dass ein verstehender Blick auf Jungen zugenommen hat. Aber wir betrachten eine „Katastrophenberichterstattung“, verbunden mit Benachteiligungsdiskussionen, wie sie zum Teil öffentlich geführt werden, eher mit Skepsis. Wir brauchen unseres Erachtens  keine Diskussion, in der Benachteiligungen und Privilegien in einem Schlagabtausch zwischen den Geschlechtern gegeneinander aufgerechnet werden.

 

Stattdessen ist die Entwicklung und Förderung einer gendersensiblen und gendergerechten Pädagogik notwendig, die sich in einem ineinander greifenden System von Mädchenarbeit, Jungenarbeit und geschlechtsreflexiver Koedukation entfaltet. Dies dialogisch mit dem solidarischen Blick auf die Mädchen und Jungen zu entwickeln, ist unser Anspruch, den wir in unterschiedlichen Veranstaltungen in diesem und im vergangenen Jahr umgesetzt haben.

 

Auf dieser Grundlage nehmen wir im Folgenden die Situation der Jungen in den Blick, erläutern die Arbeitsprinzipien geschlechtsbewusster Jungenarbeit und zeigen Verbindungen zu unterschiedlichen Arbeitsfeldern in der Kinder- und Jugendhilfe auf.


2. Ein geschlechtsbezogener Blick auf die Situation von Jungen und männlichen Jugendlichen

 

Die Auseinandersetzung von Männern mit Männlichkeit und erstrebenswertem Mann-Sein war zu Beginn einer organisierten Jungenarbeit stark beeinflusst durch feministische Theorien und deren Vorstellungen von Männlichkeit. Inzwischen ist die anfängliche Einteilung der Welt nach „Männer = Gewinner und Täter“ und  „Frauen = Verliererinnen und Opfer“ nicht nur innerhalb von Fachdiskursen überwunden.

 

Dies führt zu einem unverstellten Blick auf differenziertes Jungenleben und -erleben. Die Chance für eine geschlechtergerechte Pädagogik liegt in der Möglichkeit, alte Wahrnehmungsmuster zu überwinden und zu sehen, dass Jungen und junge Männer in einer sich sehr schnell wandelnden Gesellschaft in Schwierigkeiten gekommen sind.  Dies betrifft sicher nicht alle Jungen und jungen Männer und ist oft von deren familiären Bedingungen und Bildungsressourcen abhängig. Die Anforderungen, denen sich alle Jungen, spätestens bei Aufnahme einer Partnerbeziehung und in der weiterführenden Schulausbildung, stellen müssen, sind aber erheblich und mit alten Männlichkeitsentwürfen kaum zu bewältigen.

Viele Jungen, die in den Einrichtungen der Jugendhilfe seit Jahren zu Hause sind, haben erhebliche Schwierigkeiten bei der Findung einer Geschlechterrolle, die sich den gewünschten „neuen“ Verhaltensnormen geschmeidig anpasst. Diese Jungen haben diffuse Bilder einer alten patriarchalischen Geschlechterordnung im Kopf und hängen Ideologien wie „der Mann ist der Herr im Haus“ nach. In der postmodernen Gesellschaft werden diese Rollenvorstellungen jedoch nicht mehr akzeptiert oder sie sind bedeutungslos geworden.

 

Jungen in der Pubertät sind nicht mehr das, was sie einmal waren - kleine Jungen. Und noch nicht das, was sie einmal werden sollen - große Männer. Sie sind mittendrin und voll daneben, voll sprühendem Witz und unangenehmen Bemerkungen. Sie stehen jetzt häufig unter dem Zwang, ihre Heterosexualität zu beweisen, mit der Abwertung alles Weiblichen, übertriebenem männlichen Gehabe und dem Verächtlich-Machen von Abweichlern als Schwule oder Tunten. Jungen, deren erotische Phantasien mehr um andere Jungen kreisen, stehen oft unter einem enormen Druck. Selbstverleugnung des Anders-Seins oder den sozialen Tod in der Gruppe in Kauf zu nehmen, scheinen oft die einzigen Handlungsmöglichkeiten für sie zu sein.

 

Damit Männer und Jungen aber überhaupt zu sich kommen, sollten sie darauf bestehen, ihre eigenen Vorstellungen von Männlichkeit jenseits vorgegebener Schablonen und Empfehlungen zu entwickeln und zu erproben. Die Anforderungen von weiblicher Seite hinsichtlich einer einengenden Geschlechterrolle sind also genauso kritisch zu betrachten wie die Zumutungen von männlicher Seite.

 

Die Arbeit mit Jungen und Männern hat auch zum Ziel, ihre Kreativität, ihre Kraft und ihre Potentiale zu entwickeln, auch wenn diese manchmal quer zu gesellschaftlichen Anforderungen stehen und mehr Eigensinn beinhalten als Anpassung. Geschlechtsbewusster Pädagogik wird es deshalb auch darum gehen, Jungen vielfältige Perspektiven und eine Erweiterung ihres Erlebens- und Handlungsspektrums zu ermöglichen.

Es kann sehr wichtig sein, sich mit den tiefer liegenden Gründen für männliches Verhalten, z.B. Wut und Leidenschaft, auseinander zu setzen und dabei die Wunden und Verletzungen von Jungen und jungen Männern, die sie sich in ihrer Entwicklung hin zum Mann zuziehen, genauer zu betrachten.

 

Verhalten von Jungen wird oft erst dann wahrgenommen und dann für wahr genommen, wenn es störend oder verunsichernd ist oder auch gewaltsame Züge trägt. Geschlechtsbewusste Jungenarbeit fragt nach dem „warum“ und „wozu“ und gibt sich weder mit ausschließlich biologischen noch mit sozialpsychologischen Erklärungen zufrieden. Denn  Jungen sind nicht nur per Sozialisation sondern auch per Biologie anders. Die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung belegen dies eindrucksvoll. Diese Unterschiede anzuerkennen ist für Jungen oft direkt erleichternd und auch fördernd.

 

Beispielsweise findet dies allmählich in der Schulpädagogik Berücksichtigung. Man hat verstanden, dass die Bedingungen schulischen Lernens vor allem in der Grundschule Jungen sehr wenig entgegenkommen. Ihr Bewegungsdrang, als Zappelphilippsyndrom vielfach diskreditiert, hindert viele Jungen daran, aufmerksam dem Unterrichtsgeschehen zu folgen. Lehrerinnen (mit kleinem i geschrieben, denn der Anteil der männlichen Grundschullehrer beträgt gerade mal 15 % in Deutschland) gehen dazu über, Jungen einen Knetball drücken zu lassen während des Unterrichts oder geben ihnen 60 Sekunden Zeit mit der Antwort auf eine Frage, weil sie diese Zeit brauchen, um im Unterrichtsgeschehen umzuschalten.


Die Stillsitzmarathons, im auf 45-Minuten-Rhythmus eingestellten Unterricht, tun den Mädchen nicht gut, für die Jungen aber sind sie oft unerträglich.

 

Jungen und junge Männer sind nicht qua Geschlecht benachteiligt. Sie sind auch keine neuen Opfer im Geschlechterkampf. Sehr wohl müssen wir aber anerkennen, dass in wesentlichen Sozialisations-Instanzen, sei es der Kindergarten, die Grundschule oder der Sportverein, die Bedürfnisse von Jungen oft unzureichend berücksichtigt werden. Dies zu verändern, muss sowohl Ziel einer geschlechtergerechten Pädagogik als auch einer modernen Familien- und Jugendpolitik sein.


3. Rechtliche Grundlagen geschlechtsbewusster Jungenarbeit

 

Jungenarbeit hat ihre rechtliche Grundlage im Kinder- und Jugendhilfegesetz, in dem die Jugendhilfe aufgefordert wird, „die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern“ (§9 Abs. 3 KJHG).


Auch durch die Strategie des „Gender Mainstreaming“, mit der eine Durchsetzung der Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern und eine Gleichstellung von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen erreicht werden soll, wird die Durchführung geschlechtsbewusster Jungenarbeit begründet.


In den Richtlinien des Kinder- und Jugendhilfeplanes (KJP) heißt es seit Januar 2001: „Der Kinder und Jungendplan soll darauf hinwirken, dass die Gleichstellung von Mädchen und Jungen als durchgängiges Leitprinzip gefördert wird (Gender Mainstreaming)“. (RL-KJP I.1. Absatz 2c).
Die „Empfehlungen für kommunale Jugendarbeit in Rheinland-Pfalz“, die der Landesjugendhilfeausschuss  im Jahr 2004 beschlossen hat, beschreiben als Zielgruppe der Angebote kommunaler Jugendarbeit: „Dabei ist immer die spezifische Situation von Mädchen und Jungen, jungen Frauen und jungen Männern zu berücksichtigen.“(S.6)

 

In der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur (zuletzt geändert im März 2002) werden unter 2.8 Projekte der Mädchen- und der Jungenarbeit, die zur Stärkung der Identität und Chancengleichheit beitragen, als innovative und modellhafte Projekte, die gefördert werden können, ausdrücklich genannt.

 

4. Definition und Arbeitsprinzipien geschlechtsbewusster Jungenarbeit

 

Eine Jungenarbeit in unserem Sinne findet dann statt, wenn die pädagogische Arbeit mit Jungen geschlechtsbezogen und geschlechtsbewusst geschieht und von erwachsenen, männlichen Fachkräften durchgeführt wird (vgl. Sturzenhecker / Winter 2002, S.9 und Reuter 1998, S.58ff). Diese Definition soll im Folgenden durch die Darstellung von Arbeitsprinzipien in der Jungenarbeit erläutert und konkretisiert werden.

 

Jungenarbeit muss von männlichen Fachkräften durchgeführt werden.

 

Jungenarbeit hat zum Ziel, Jungen darin zu unterstützen, eine autonome Geschlechtsidentität zu entwickeln. Sie will den Jungen Orientierung geben bei der Auseinandersetzung mit den Fragen rund um das „Jungesein“ und „Mannwerden“.


Dazu sind Männer wichtig und notwendig. Die Entwicklung einer Geschlechtsidentität über die Identifikation mit Männern ist für Jungen auch deshalb bedeutend, weil die männliche Sozialisation im Vor- und Grundschulalter im Wesentlichen ohne Männer (Väter, Erzieher, Pädagogen) stattfindet.

 

Dabei ist es selbstverständlich, dass Jungen für ihre Entwicklung Männer und Frauen brauchen. Es sind vielfach Frauen, die in Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit reflektiert und geschlechtsbezogen auch mit Jungen arbeiten. Gleichwohl können sie diesen „Identifikations-Part “ nicht leisten und bieten.

 

Jungenarbeit benötigt den erwachsenen Mann, der als greifbares reales Vorbild und Beispiel bereit ist,  zu den Jungen eine professionelle Beziehung aufzunehmen und zu gestalten. Jungen brauchen für ihre Entwicklung Männer, die sich mit ihren Stärken, Talenten und Kompetenzen, aber auch Schwächen, Unzulänglichkeiten und Mängeln zeigen. Dadurch sind die Jungen nicht ausschließlich auf die Suche nach Männlichkeitsbildern in den Medien angewiesen.

 

Die Persönlichkeit des Jungenarbeiters ist die Grundlage für die Gestaltung einer professionellen Beziehung zu den Jungen und damit das wichtigste „Handwerkszeug“ in der Jungenarbeit. Folglich hängen Erfolg und Qualität der Jungenarbeit entscheidend davon ab, welche Bereitschaft der Jungenarbeiter zeigt, seine eigene Person, seine Facetten von Männlichkeit und seine Beziehung zu den Jungen zu reflektieren.

 

In Anlehnung an Reiner Winter unterscheiden wir zwischen Jungenarbeit und Jungenpädagogik: Jungenarbeit ist die geschlechtsbewusste pädagogische Arbeit von erwachsenen Männern mit Jungen. Dem gegenüber ist Jungenpädagogik die geschlechtsbewusste pädagogische Arbeit von Frauen und Männern mit Jungen.


 

Jungenarbeit Jungenpädagogik


Jungenarbeit setzt die Bereitschaft zur Selbstreflexion voraus.


Es ist mittlerweile unumstritten, dass gelingende Jungenarbeit weniger von Methoden als vom Medium des Jungenarbeiters lebt. Jungen zu begleiten, sich in sie einzufühlen, mit ihnen zu streiten und ihre Gesellschaft zu teilen führt auch zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Mannwerden und Mannsein. Deshalb setzt Jungenarbeit die Bereitschaft zur Selbstreflexion voraus.


 

Fragen zur Selbstreflexion können sein:
…Wie habe ich meine Zeit als Junge und Jugendlicher erlebt?
…Welche Erfahrungen waren wesentlich in meiner Jungenzeit für meine Entwicklung zum Mann?
…Welche Männer, welche Frauen hatten Einfluss auf diese Entwicklung?
…Welche Werte, Verhaltensweisen, Einstellungen verbinde ich heute mit Mannsein?
…Wie bin ich in Beziehung zu anderen Männern und Frauen?
…Was will ich erreichen – für mich, für die gesellschaftlichen Verhältnisse, in der Arbeit mit Jungen?


 

Jungenarbeit erfordert das Verstehen der Jungen.


Jungenarbeit ist keine spezifische Methode sondern ein Teil der Sozialpädagogik mit einem bestimmten Fokus und entsprechenden Rahmenbedingungen. Professionelles Arbeiten erfordert immer das Verstehen des Klientel, deren Lebensverhältnisse, Problemstellungen und Handlungsmuster.

Verstehen ist das Bemühen, hinter den Problemen, die Jungen verursachen, die Probleme zu sehen, die sie haben und ihr problematisches Verhalten auslösen.

In dem Prozess des Verstehens geht es um die Frage, welche Sorgen, Ängste, Wünsche und Phantasien hinter ihren äußeren, vielleicht provokativen, kränkenden, boshaften, ausfallenden und verletzenden Verhaltensweisen stecken. Was aber steckt auch hinter ihren vielleicht betrüblichen, mut- und freudlosen, schwermütigen und depressiven Verhaltensweisen? Diese Jungen – die lautlosen, versöhnlichen, schamhaften  und nachgiebigen – werden selbst in der Jungenarbeit schnell übersehen. Das Verstehen der Situation ist die notwendige Grundlage für eine angemessene Intervention.


 

Jungenarbeit ist mehr als die Arbeit mit Jungen.


Geschlechtsbewusste Jungenarbeit will die Jungen in ihrer Entwicklung, in ihrem Mannwerden begleiten und unterstützen. Sie will daran mitwirken, dass Jungen ihre wirklichen Bedürfnisse, Phantasien und Wünsche (wieder) wahrnehmen, zeigen und mitteilen können. Jungenarbeit will die Liebes- und Beziehungsfähigkeit sowie die Reifung einer hetero- oder homosexuellen Identität fördern. Sie will vermitteln, dass es sich lohnen kann, sich mit dem eigenen Geschlecht auseinander zusetzen und dass es gut ist, Junge zu sein und Mann zu werden.  Sie will letztlich die Jungen bei der Entwicklung eines Selbstwertes unterstützen, durch den auf Abwertung und Unterdrückung anderer Jungen und Mädchen, Frauen und Männer ebenso verzichtet werden kann wie auf die  Verleugnung eigener Persönlichkeitsanteile.

Wenn (sozial)pädagogische Fachkräfte mit Jungen arbeiten, ist dies nicht automatisch und selbstredend Jungenarbeit. Auch sporadische Interventionen im Sinne einer reflektierten, geschlechtsbewussten Jungenarbeit sind gut, wichtig und notwendig, reichen aber nicht aus, um dem Geschehen das Prädikat Jungenarbeit zu geben.

Weil Jungenarbeit Teil der Sozialpädagogik ist, ist die Anwendung sozialpädagogischer Methoden erforderlich. Im Hinblick auf die Zielerreichung ist die Soziale Gruppenarbeit eine grundsätzlich geeignete Methode. Dabei gehen wir von einer gleichgeschlechtlichen Gruppe aus, die sich kontinuierlich über einen längeren Zeitraum trifft.

Die Gruppe ist der Raum, in dem soziales, respektvolles und empathisches Verhalten ebenso erlernt und eingeübt werden kann wie das Zeigen von Gefühlen und das gewaltfreie Lösen von Konflikten. Angeleitete Gruppen bieten die Möglichkeit, Formen zu entwickeln, die dieses Verhalten anerkennen und bestätigen. Gerade weil im Alltag von Jungen gefühlsbetonte, empathische, fürsorgliche Verhaltensweisen – insbesondere durch die anderen Jungen – meist nicht anerkannt sind, kommt diesem Aspekt eine hohe Bedeutung zu.

Die Geschlechtshomogenität in der Gruppe – also die Abwesenheit von Mädchen und Frauen – ist notwendig, weil für die Jungenarbeit wichtige Themen anders besprochen und bearbeitet werden können. „Reine Jungengruppen sind notwendig, um die besonderen Stärken, Defizite, Gefühle und Veränderungsschritte von Jungen im geschützten Raum aufzugreifen und von Barrieren der Unterwerfung oder Machtausübung, der Schauspielerei und Scham zu entlasten.“ (Sielert 2002, S.65).

Auch Jungenarbeiter aus der Praxis bestätigen meist, dass – wenn es erst einmal gelungen ist eine Jungengruppe zu etablieren – es den Jungen leichter fällt über Gefühle, über Fragen der Sexualität und andere Themen zu sprechen.


Jungenarbeit muss institutionell etabliert werden.

 

In den letzen Jahren ist zu beobachten, dass sich Einrichtungen der Jugendhilfe zunehmend mit Jungenarbeit beschäftigen und verstärkt Fortbildungs- und Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Es wird in der pädagogischen und sozialen Arbeit häufiger geschlechtsspezifisch gedacht und gehandelt. Gleichwohl wird es auch weiterhin eine Aufgabe für die Zukunft sein, Entscheidungsträgern in der Jugendhilfe zu verdeutlichen, dass geschlechtsspezifische Arbeit – auch mit Jungen – ein  wesentliches Qualitätsmerkmal von Jugendhilfe und Teil der Strategie des „Gender Mainstreaming“ ist.

Jungenarbeit muss verstärkt konzeptionell und einrichtungsspezifisch entwickelt werden, Eingang in Dienstanweisungen und Arbeitsplatzbeschreibungen finden und finanziell stärker gefördert werden. Letztlich ist es notwendig, auch die jeweilige Institutionskultur im Sinne des „Gender Mainstreaming“ im Hinblick auf den Umgang mit Geschlechterrollen zu reflektieren.


5. Die Fachstelle Jungenarbeit

 

Das PARITÄTische Bildungswerk hat sich zur Aufgabe gemacht, pädagogische Fachkräfte und Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendhilfe bei der Planung und Durchführung geschlechtsbewusster Arbeit mit Jungen und männlichen Jugendlichen zu begleiten und zu unterstützen. Dazu hat sie im Jahr 2001 die Fachstelle Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland gegründet. Die Fachstelle hat sich aus dem Bundesmodellprojekt „Jungenarbeit Rheinland-Pfalz / Saarland“, das von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) durchführt wurde, entwickelt. Sowohl das Modellprojekt als auch die Fachstelle Jungenarbeit wurden und werden durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland gefördert. Durch diese Förderung können wir immer neue Qualifizierungsangebote entwickeln und bekanntmachen. Diese Sockelfinanzierung reicht aber nicht aus, um für alle an den Angeboten der Fachstelle Interessierten kostenlose Maßnahmen durchzuführen. Wir sind auf Träger von Einrichtungen und Kooperationspartner, die unsere Arbeit fördern und unterstützen, bzw. auf Teilnahmegebühren angewiesen.

Wir wollen daran mitwirken, dass sich geschlechtsbewusste Jungenarbeit als anerkannter Arbeitsansatz, Qualitätsmerkmal und Querschnittsaufgabe in der Jugendarbeit und Jugendhilfe entwickelt und etabliert. Damit  wird sich auch die Jugendhilfe und Jugendarbeit insgesamt zu einem Angebot mit drei Standbeinen (Mädchenarbeit, Jungenarbeit und reflexive Koedukation) verändern.


 

Dazu können folgende Angebote der Fachstelle genutzt werden:
…ein- und mehrtägige Fortbildungen sowie Fachtagungen für (sozial)pädagogische Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule,
…Beratung und Mitarbeit bei der Entwicklung und Durchführung von internen Fortbildungen und pädagogischen Tagen in den genannten Einrichtungen,
…Einzel- und Gruppensupervision für Fachkräfte in der Jungenarbeit,
…Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten im Rahmen geschlechtsbewusster Jungenarbeit,
…Vermittlung von Referenten für Fortbildungsmaßnahmen  zu unterschiedlichen Themen der Jungen- und Männerarbeit.

Durch den Prozess des „Gender Mainstreaming“ – der Strategie zur Herstellung der Chancengleichheit und Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern – wird die Bedeutung geschlechtsbezogener pädagogischer Konzepte auch in der Kinder- und Jugendhilfe unterstrichen. Wer Gender Mainstreaming will, muss auch geschlechtsspezifische Arbeit wollen. Die Maßnahmen zur Jungenarbeit, sowohl die Fortbildungen mit Multiplikatoren als auch die Angebote für Jungen, sind in diesem Sinne Gender-Trainings.


6. Ausgewählte Arbeitsbereiche

 

Kindertagesstätten, Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe und Jugendarbeit sind wichtige Lebenswelten und Sozialisations-Instanzen von Jungen. Deshalb werden wir diesen Beitrag im letzten Kapitel mit einigen knappen fachlichen Einschätzungen zu diesen ausgewählten Arbeitsbereichen beschließen.


6.1 Geschlechtsbewusste Jungenpädagogik in Tageseinrichtungen für Kinder

 

Der Kindergarten ist kein geschlechtsneutraler Raum, sondern ein soziales System, eine Lebenswelt, in der – neben der Familie – wesentliche  erste Ausgestaltungen von Geschlechterverhältnissen stattfinden. Er ist ein Ort, an dem geschlechtliche Identität und  Geschlechtsrollen von Jungen und Mädchen nachhaltig erworben und erlernt werden. Die Bedeutung, die Tageseinrichtungen für Kinder für die Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität zukommt, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

 

Eine gendersensible Pädagogik mit dem Ziel, Jungen und Mädchen in der Entfaltung ihrer Interessen, Fähigkeiten und ihrer gesamten Persönlichkeit – unabhängig  von einengenden Rollenklischees – zu unterstützen, muss deshalb in diesen Einrichtungen beginnen.

In den Fortbildungen der Fachstelle Jungenarbeit geht es darum, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Tageseinrichtungen für Kinder darin zu unterstützen, Jungen in ihrem Verhalten und mit ihren Haltungen besser zu verstehen und angemessene Interventionen zu entwickeln. Eine besondere Bedeutung bekommen diese Fortbildungen, weil der Anteil der männlichen Mitarbeiter in diesen Einrichtungen seit Jahren unverändert gering ist. Deshalb sind diese Veranstaltungen oftmals der einzige professionelle  „männliche Blick“ auf die Jungen.

 

Abschließend einige Fragestellungen, die anregen, Jungen in Tageseinrichtungen für Kinder stärker in den Blick zu nehmen. (Entsprechende Anregungen könnten natürlich auch für die Reflexion der Arbeit mit Mädchen unterstützend sein.)

 

…Sind die Innen- und Außenräume so gestaltet, dass sie den Bedürfnissen der Jungen entsprechen?

…Besteht auch Gelegenheit  zu Raum greifendem Spiel?

…Besteht die Gelegenheit zum Rückzug in Jungengruppen?

…Wie kann eine Raumaufteilung jenseits geschlechtsstereotyper Festschreibungen gelingen? (Jungen in der Bauecke – Mädchen in der Puppenecke)

…Wird darauf geachtet, dass in Spielmaterial, Büchern usw.  Geschlechtsrollenklischees weder reproduziert noch festgeschrieben werden, sondern Mädchen und Jungen bzw. Frauen und Männer in vielfältigen Rollen, Berufen, Fähigkeiten und Eigenschaften gezeigt werden?
…Gibt es genügend 'typisch männliche' Dinge im Kindergarten (Nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen können davon profitieren, wenn mehr “männliche“ Elemente in die Räume und Angebote aufgenommen werden: Poster mit Rennautos oder Fußballteams, technische Geräte, grobes Baumaterial, echtes Werkzeug etc.)

…Wie werden von den Eltern Jungen gebracht und abgeholt?

…Was unterscheidet sich zur Bring- und Abholsituation von Mädchen?

…Befinden sich im Rollenspielbereich gleichermaßen Utensilien für männliche und weibliche Rollen?  (Bauarbeiteranzüge, Bauarbeiterhelme, Anzüge, Krawatten, Uniformen,  Werkzeugkoffer, Laptops, Kochmützen, Detektivausrüstungen, Jungenzeitschriften?) All das ist ebenso nicht nur für Jungen interessant. Die bewusste Auswahl von Spielmaterialien ermutigt Jungen wie Mädchen, Kompetenzen zu entwickeln, die traditionell eher dem anderen Geschlecht zugeschrieben werden.

…Wer bekommt von den Erzieherinnen und Erziehern (oder auch Eltern)  in welchen Situationen welche Aufmerksamkeit? (z.B. wenn Jungen weinen – wenn Mädchen weinen oder wenn Jungen raufen – wenn Mädchen raufen)

…Inwieweit werden von Jungen und Mädchen bewusst oder unbewusst geschlechtstypische Verhaltensweisen erwartet, verstärkt oder abgelehnt? (Hier lohnt sich immer ein Blick in die eigene Biografie. Was haben Erzieherinnen und Erzieher in ihrer Kindheit in Bezug auf die Geschlechterrolle erworben, was möglicherweise heute noch wirksam wird?)


6.2 Jungenarbeit und Schule

 

Die letzte PISA-Studie und die 15. SHELL-Jugendstudie haben den Zusammenhang zwischen (Lern)verhalten, Bildungserfolg und Geschlecht belegt: Jungen haben größere Schwierigkeiten in der Schule als Mädchen. Ihre Einschulung erfolgt später und sie bleiben häufiger sitzen. Je anspruchsvoller die Schulform desto geringer ist der Anteil der Jungen. Bildungsverlierer sind also überwiegend männlich und überwiegend aus bildungsfernen, sozial schwachen und Migrationsfamilien.

 

Obwohl die Ursachen für diese Entwicklung in der Fachdiskussion umstritten und empirisch kaum erforscht sind, lassen sich folgende geschlechtsbezogene Gründe vermuten:

…Schule kann geschlechtsspezifische Interessen und Abneigungen oft nicht aufbrechen
…Schule geht oftmals nur ungenügend auf geschlechtsbezogene Eigenheiten, Interessen und Bedürfnisse ein
…Feminisierung der pädagogischen Berufe
…nicht ausreichende Elternarbeit
…rollenstereotypisches Verhalten erwachsener Vorbilder

 

Antworten auf diese herausfordernden Themen im schulischen Bereich müssen geschlechtsbewusst gedacht und konzipiert werden. Die Fragen, wie Schule gestaltet sein muss, damit sie Mädchen und Jungen gerecht wird und wie eine gendersensible Pädagogik im schulischen Bereich aussehen könnte, rücken dabei immer mehr ins Blickfeld.

Lehrerinnen und Lehrer brauchen Unterstützung für die geschlechtsbewusste Arbeit mit Jungen und Mädchen. Sie brauchen Hilfestellung, um Mädchen und Jungen auch in der Schule auf ihrem oftmals schwierigen Weg der Identitätsfindung zu begleiten. Dabei kann von den Erfahrungen und Erkenntnissen der geschlechtsbewussten außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit profitiert werden.

Notwendig ist eine Unterstützung der Schulen (Organisations- und Konzeptberatung), die die Nachmittagsbetreuung und Schnittstellen zur Jugendhilfe einbezieht und folgende Themenbereich umfasst:

…Personalsituation
…Unterrichtsgestaltung, Unterrichtsmaterialien, Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden
…Projekte für Jungen und Mädchen
…Elternarbeit
…Räumlichkeiten und Pausensituationen
…Soziales Lernen – Kommunikation – Konflikte


6.3. Jungenarbeit in der Jugendarbeit

 

Die längste Tradition hat die geschlechtsbewusste Arbeit mit Jungen und männlichen Jugendlichen in den Arbeitsfeldern der Jugendhilfe – vor allem in der Jugendarbeit.

 

Erste Ansätze gab es schon in den 1980er Jahren. Oftmals stand weniger die Situation der Jungen im Vordergrund als viel mehr ihre Sensibilisierung für das Geschlechterverhältnis. Dies geschah auch vor dem Hintergrund der Diskussionen über die Benachteiligung von Mädchen und Frauen. Eine Orientierung auf das Negative führte oftmals dazu, dass das Gelingende im Jungenleben kaum Erwähnung fand.

 

Zwischenzeitlich hat sich ein differenzierter Blick in der Jungenarbeit, der insbesondere auch die Ressourcen der Jungen mit einbezieht, durchgesetzt. Nach Ende eines abstrakten Streites über Konzepte ist die Jungenarbeit in der Jugendhilfe in einer Phase der Normalisierung angekommen. Fachlich weitgehend anerkannt, wird sie verstärkt als Querschnittsaufgabe angesehen.

 

Zu verzeichnen ist eine Zunahme an Angeboten in der Praxis, insbesondere an freizeitpädagogischen Kurzzeitprojekten. In einigen Landkreisen haben sich Praktiker zu Arbeitskreisen und Netzwerken zusammengeschlossen, um sowohl bei konkreten Veranstaltungen zu kooperieren als auch institutionsübergreifende Leitsätze zur Jungenarbeit zu entwickeln. Gleichwohl würden wir uns ein schnelleres Anwachsen der „models of good practice“  wünschen. 

 

Geschlechtsbewusste Jungenarbeit in den Arbeitsfeldern der Jugendhilfe (Offene Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Erzieherische Hilfen, Übergang Schule und Beruf) hat auch deshalb besondere Bedeutung, weil sie Jungen und männliche Jugendliche aus sozial benachteiligten, bildungsfernen Schichten anspricht. Gerade diese Gruppe strebt nach einer traditionellen Form von Männlichkeit, die in Zukunft – insbesondere wegen der dauerhaften Krise in der Erwerbsarbeit – keinen  Erfolg mehr haben wird.  Zu einem modernen Vorbild „Mann“ haben sie kaum Zugang. Weder in der medialen noch in der sozialen Welt gibt es entsprechende Angebote. 


7. Ausblick - Jungenarbeit hat Zukunft

 

Jungenarbeit hat Zukunft. Die Entwicklung von Jungenarbeit hat bewirkt, dass der fachliche Blick auf die Chancen ebenso wie auf die Risiken geschlechtsspezifischer Sozialisation zu einem unverzichtbaren Qualitätsmerkmal geworden ist.  Es ist eine gewisse Normalität innerhalb der Jungenarbeit eingetreten, die es nun auszubauen und zu verstetigen gilt.

 

Zunächst ist es notwendig, weiter daran zu arbeiten, dass die geschlechtsspezifische Arbeit ihren Status einer Zusatzaufgabe verliert, dass sie zum pädagogischen Basiswissen gehört und in den Einrichtungen der Jugendhilfe noch stärker verankert wird.

 

Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Jungenarbeit wollen wir zwei Aspekte herausgreifen

 

1. Interkulturelle Jungenarbeit


Eine wesentliche Herausforderung für die Weiterentwicklung der Jungenarbeit ist die Einbeziehung interkultureller Aspekte. Die Realität von Jungenleben in Deutschland ist multikulturell. In Tageseinrichtungen für Kinder, Schulen und in Einrichtungen der Jugendhilfe hat die Interkulturalität einen Status von Normalität erreicht. Die Entwicklung von Jungen und männlichen Jugendlichen unter interkulturellen Gesichtspunkten – also die Einbeziehung ihrer kulturellen Herkunft und ihrer Migrationshintergründe – und die Auswirkungen auf Verhalten, Wünsche und Fähigkeiten von Jungen hat immer noch zu wenig Bedeutung in der Theorie und Praxis der Jungenarbeit. Wobei es zu beachten gilt, dass interkulturelle Arbeit  die Bedürfnisse von Jungen mit Migrationshintergrund und von Jungen ohne Migrationshintergrund berücksichtigt.

 

2. Jungenarbeit – Mädchenarbeit – gendersensible Pädagogik


Ein zweites, für die weitere Entwicklung gendersensibler Pädagogik bedeutendes Thema, ist das Zusammenwirken von Jungenarbeit und Mädchenarbeit. Wir glauben, dass nach einer Zeit stärkerer Trennung von  Ansätzen der Mädchen- und Jungenarbeit gerade interdisziplinäre Fragestellungen vermehrt in den Blick kommen.

 

Die Aufgeschlossenheit für einen vielfältigeren Blick auf Jungen und Mädchen wird weiter zunehmen und Möglichkeiten bieten, einen echten Dialog über die fachliche Sicht auf Mädchen und Jungen zu führen.

Gleichwohl ist es vor dem Hintergrund drängender sozialer Probleme (z.B. Jugendarbeitslosigkeit, Integration von Migrantinnen und Migranten, steigende Armut) nicht immer leicht dieses Thema zu platzieren. Umso wichtiger ist es, immer wieder zu verdeutlichen, dass „Gender“ kein „Luxusthema“ ist, sondern grundlegende Bedeutung bei der Suche nach Antworten auf die drängenden Fragen, Themen und Probleme in der Jugendhilfe – und damit auf die Gestaltung der Zukunft von Mädchen und Jungen hat.


Literatur
Möller, K. (Hg) (1997): Nur Macher und Macho? Geschlechtsreflektierende Jungen- und Männerarbeit. Weinheim und München
Reuter, L. (1998): Jungenarbeit braucht einen Rahmen, in: Projekt Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland (Hrsg.): Die Jungen im Blick – Dokumentation 2. Fachtagung zur geschlechtsbewussten Jungenarbeit. Mainz (LZG)
Reuter, L. (2002): Vom Pizza backen und Kaufhausklau. Gruppensupervision mit Männern zur geschlechtsbewussten Jungenarbeit, in: Sturzenhecker, B. / Winter, R. (Hrsg.) (2002): Praxis der Jungenarbeit – Modelle, Methoden und Erfahrungen aus pädagogischen Arbeitsfeldern. Weinheim und München
Schnack, D. / Neutzling, R. (2000): Kleine Helden in Not – Jungen auf der Suche nach Männlichkeit. Reinbek bei Hamburg
Sielert, U. (2002): Jungenarbeit. Praxishandbuch für die Jugendarbeit Teil 2. Weinheim und München
Sielert, U. (1998): Jungenarbeit – Zeitgeistthema oder Perspektive für die Jugendarbeit, in: Projekt Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland (Hrsg.): Die Jungen im Blick – Dokumentation 2. Fachtagung zur geschlechtsbewussten Jungenarbeit. Mainz (LZG)
Sturzenhecker,B. (2002): Arbeitsprinzipien aus der Jungenarbeit, in: Sturzenhecker, B. / Winter, R. (Hrsg.): Praxis der Jungenarbeit – Modelle, Methoden und Erfahrungen aus pädagogischen Arbeitsfeldern. Weinheim und München
Sturzenhecker, B. / Winter, R. (Hrsg.) (2002): Praxis der Jungenarbeit – Modelle, Methoden und Erfahrungen aus pädagogischen Arbeitsfeldern. Weinheim und München
Wanielik, R. (2003): Sexualpädagogische Jungenarbeit in der Heimerziehung, in: Fachstelle Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland (Hrsg.): Sexualpädagogische Jungenarbeit in der Heimerziehung – Arbeitshilfen für die Praxis, Saarbrücken


Die Autoren des Beitrags sind Mitarbeiter der Fachstelle Jungenarbeit Rheinland Pfalz/Saarland


Kontakt

Paritätisches Bildungswerk Rheinland-Pfalz/Saarland
Fachstelle Jungenarbeit
Lothar Reuter
Feldmannstraße 92
66119 Saarbrücken
Tel. 0681-92660-22, Fax 0681-92660-23
L.Reuter@quarternet.de
www.jungenarbeit-online.de

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